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Wandern in der Sächsischen Schweiz

Im Mai war ich ein bisschen in Deutschland unterwegs, unter anderem in Sachsen. Warum ausgerechnet Sachsen? Erstens ist es weit weg von allem was ich kenne, Sachsen ist in keiner Weise wie Norddeutschland, und zweitens weil ich ein paar atemberaubende Bilder auf Pinterest gesehen hatte, die wirklich überzeugend waren. Hauptsächlich ging es mir um die Basteibrücke, aber dazu später mehr. Bei meinem Trip quer durch Deutschland war mein Freund auch mit dabei, was auch sehr gut war, denn ohne ihn wäre ich sicherlich immer noch nicht zuhause und hätte mich mit großer Wahrscheinlichkeit bis nach Russland verirrt. 

 

Am ersten Tag ging es also los, von Bremen bis in den Osten und damit meine ich wirklich den Osten.  Die Tschechische Grenze war zu Fuß nicht mal 5 Kilometer von unserem Campingplatz in Sebnitz entfernt. Den Nachmittag haben wir auch direkt zum Wandern genutzt. In dem Dorf wo wir waren gibt es einen Panoramaweg, der einigermaßen gut ausgeschildert ist und so oft haben wir uns auch gar nicht verlaufen. Die Aussicht war schon ziemlich cool, nicht spektakulär, aber es gab einen Aussichtsturm und einen Historischen Lehrpfad, was den Weg wirklich aufgewertet hat. 

An Tag Zwei ging es zu meinem eigentlichen Ziel. Ich hatte Bilder von der Basteibrücke auf Pinterest gesehen und war sofort hin und weg. Ich hätte niemals gedacht, dass diese Brücke in Deutschland zu finden ist, jedenfalls nicht als ich die Bilder sah.  Für unseren Ausflug sind wir nach Rathen gefahren, von wo aus man sehr gut zur Brücke wandern kann. Wir hatten keine eigene Wanderkarte, aber es gab im Ortskern eine große Karte, die ich mir abfotografiert habe.
Unser Plan war es dem blauen Weg zu folgen, der schien mir am Touristischsten und ich dachte dort würde ich die meisten Sachen sehen. Bis zur Basteibrücke haben wir es auf jeden Fall  geschafft, danach haben wir uns restlos verlaufen. 

 

Die Basteibrücke kann man am besten Sehen, wenn man Eintritt für die Burg bezahlt und sich dort auf eine der Plattformen stellt. Ich würde es sowieso empfehlen die Burg zu betreten, wobei ich sagen muss, dass es nur noch eine Ruine ist in der man ohne Hinweisschilder kaum etwas erkennen könnte. Der Eintritt kostet 2 Euro und die sollte man wirklich nicht sparen. Auf der Burg wohnten is zu 300 Menschen und sie war ein wichtiger Fluchtort während des 30jährigen Krieges.
Die Basteibrücke wurde 1826 erbaut und ist im Gegensatz zu allen Erwartungen eher klein und mit Touristen überfüllt. Verglichen mit dem was ich im Internet gesehen hatte, eine ganz normale Brücke eben. 

Trotzdem sollte man das Elbsandsteingebirge nicht unterschätzen. Die Aussicht und die Natur sind einfach atemberaubend und absolut empfehlenswert. Natürlich ist es anstrengend die Berge hinauf zu laufen, aber das ist es wirklich wert, nur kann ich davon abraten diese Unternehmung bei 30°C zu starten. Im Frühling oder Im Herbst würde ich auf jeden Fall nochmal hier herkommen. 

Im Anschluss an unsere Wandertour sind wir das Schloss Königsstein angucken gegangen. Ein wirklich beeindruckendes Schloss mit einer super Aussicht und einer sehr interessanten Dauerausstellung.  Während der DDR Zeit wurde das Schloss zum Beispiel als Internat zur „Umerziehung“ von Jugendlichen genutzt. Der Eintritt hat 10 Euro gekostet, meiner Meinung nach ein ziemlich stolzer Preis, aber man kann hier auch wirklich viel Zeit verbringen und einiges mitnehmen. 

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