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Mein Ausflug zur Chinesischen Mauer

Wer nach Beijing geht, sollte eine Sache auf jeden Fall sehen: Die Chinesische Mauer. Als ich Ferien in China gemacht habe, bin ich eine Weile im Drum Tower Hostel geblieben, welches Touren zu den besonderen Plätzen rund um Beijing anbietet. Weil ich keine Ahnung hatte, wie ich zur Chinesischen Mauer kommen sollte, hatte ich mich dazu entschlossen so eine Tour nach Badaling zu machen, was eine ziemliche Erfahrung war.

 

Mein Tourguide hieß River, weil der Chinesische Name für Ausländer so schwer auszusprechen ist. Ich habe immer noch keine Ahnung ob River ein Mann oder eine Frau war, das Gesamtbild war einfach nur verrückt. River hat mich abgeholt und mir den Bus gezeigt mit dem wir die Tour mache würden, mit ein paar anderen Leuten aus anderen Hostels. Wir waren eine kleine Gruppe, bestehend aus ein paar Frauen aus Dänemark, einem Mann  aus Japan und einer israelischen Familie. Unser erster Stopp war eine Jade Fabrik, wo wir gesehen haben, wie der Schmuck und Deko Elemente hergestellt werden. Wir hatten auch ein bisschen Zeit zum shoppen und danach gab es Mittagessen. Das Mittagessen war eine kleine Enttäuschung für mich, weil wir das zu essen bekommen haben, was man hier in Deutschland auch beim Chinesen bekommt, also nichts Authentisches.

 

Nach dem Mittag sind wir weiter zur Ming Grabstätte. Dort gab es ein Museum mit Informationen auf Englisch und Chinesisch und es war wirklich interessant herumzulaufen und etwas über die Mingkaiser und die Chinesische Geschichte zu erfahren. Nach dem Museum haben wir einen der 13 Grabsteine gesehen und hatten eine tolle Aussicht von einem Gebäude.

 

Danach sind wir weiter zu dem Platz, den ich so gerne sehen wollte: Die Chinesische Mauer. Es gibt einige Teile der Mauer, die man als Tourist ansehen kann und einer davon ist Badaling. Wer auf der Mauer wandern gehen will, dem kann ich nur empfehlen jeden Abschnitt zu nehmen, außer Badaling. Es war dort so überfüllt und es hat einige Zeit gebraucht einen Ort zum Atmen zu finden und die schöne Aussicht zu genießen. Wir sind mit der Seilbahn auf die Mauer gekommen, was ziemlich cool war. Man kann auch zu Fuß hochlaufen, aber wir hatten nur eine Stunde Zeit, also blieb uns keine Wahl.

Ich bin mit dem Kerl aus Japan auf der Mauer gelaufen, weil wir dort keine Freunde hatten und ,ihr wisset schon, es ist immer besser nicht alleine zu sein. Wir sind etwa 45 Minuten auf der Mauer in eine Richtung gelaufen, was ein Fehler war, denn wir hatten nur noch 15 Minuten Zeit zurück zu Seilbahn zu gelangen. Auf der Mauer zu laufen ist kein Spaziergang, es ist Sport. Selbst wenn man langsam geht und sich viel Zeit lässt wird es einen zum Schwitzen bringen. Jetzt stell dir vor, wir hatten nur noch 15 Minuten Zeit für eine Strecke für die wir sonst 45 Minuten gebraucht hätten. Ich wäre fast gestorben. Dieser Trip hätte mich fast umgebracht, aber hinterher habe ich mich super gefühlt.

 

Das Ende der Tour war sehr entspannend. Und ich hatte Entspannung verdient. Wir hatten eine Tee Zeremonie zurück in Beijing und das war wirklich ziemlich cool. Ich hatte einige Pläne was ich in China machen will und eine Tee Zeremonie stand eigentlich nicht auf meiner Liste, aber ich war sehr glücklich es gemacht zu haben. Im Tee Haus hatten wir die Möglichkeit 4 Teesorten zu probiere und mit ein bisschen Rabatt shoppen zu gehen. Ich habe dann eine Teekanne und ein bisschen Tee für meine Mum gekauft und einen Lucky Man umsonst bekommen.

Ein Lucky Man ist eine kleine Tonfigur, mit der man die Wassertemperatur vom Tee überprüfen kann. Zuerst tunkt man ihn in kaltes Wasser, danach kann man die Temperatur des Teewassers überprüfen indem man es über den Lucky Man schüttet. Ist es heiß genug sieht es aus als würde er pinkeln.

 

Ich war wirklich fertig nach diesem Trip, besonders nach der Chinesischen Mauer, aber ich würde es wieder tun. Vielleicht würde ich keine Führung mehr machen, damit ich mehr Zeit habe jede Minute wirklich zu genießen.

 

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