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Willkommen in Korea

Diesen Sommer habe ich mir einen lang ersehnten Traum erfüllt und bin endlich nach Seoul geflogen. Meine Oma meinte nur: “Noch so eine asiatische Stadt! Du warst doch schon in China. Das ist doch das Gleiche.” Aber das ist es eben nicht nicht. Meine Faszination für China wurde schon im Kindesalter durch Geschichten wie Jim Knopf geweckt, Südkorea und die Hauptstadt Seoul haben eine ganz andere Bedeutung für mich. Eben deswegen, war es etwas völlig anderes nach Seoul zu fliegen, auch wenn mir dort einiges recht bekannt vorkam.

 

K-Pop und K-Drama sind Schuld.

Ich weiß nicht mehr genau wann es angefangen hat, aber irgendwann als ich ein Teenager war zeigte mir eine Freundin ein Video, das sowohl seltsam als auch irgendwie interessant war. “Mr. Taxi" von Girls Generation war der erste K-Pop Song, den ich jemals gehört habe. Nicht der beste Einstieg, wie ich finde aber es reichte, um mich neugierig zu machen. Es folgen “Gee", die dazugehörigen Tanzschritte, das stundenlange Surfen auf YouTube mit der anschließenden Entdeckung von Super Junior, Big Bang und 4 Minute. Ich habe alles aufgesogen, was das Internet zur Welt der Hallyu Stars zu bieten hatte. Es ging sogar so weit, dass ich an einem Abend Hangeul lernte. Koreanisch spreche ich allerdings immer noch nicht.

 

In den letzten Jahren habe ich dann auch angefangen mich mit der anderen Seite zu beschäftigen. Ein Zeitungsartikel brachte mich auf das Buch “Schwarze Magnolie" von Hyonseo Lee, welches mich absolut fesselte. Ich begann mehr Bücher über Nordkoreanische Flüchtlinge zu lesen. “In Order to live" von Yeonmi Park und “Flucht aus Lager 14”, welches die Geschichte von Shin Dong-Hyuk erzählt sind Bücher, die zum Gleichen Thema ganz andere Perspektiven aufzeigten und mich zum Nachdenken brachten. Korea scheint Deutschland in einigen Punkten sehr ähnlich zu sein.

 

Mein Interesse für die koreanische Kultur wurde durch das Internet mehr und mehr gefüttert. Ich lernte koreanisch kochen, sah mir Drama Serien an und hatte nach Jahren des Wartens auch endlich Koreanische Adopt-Studenten. Dass ich einmal rüber fliege, war für mich immer logisch gewesen, nur dass es so schnell ginge hätte ich nicht gedacht.

Unser erster Tag war, aufgrund der Tatsache, dass wir erst um 17:00 gelandet sind, sehr kurz. Aber das war gar nicht schlimm, nach 12 Stunden Flugzeit sehnt man sich ja schon nach einem weichen Bett. Unser Hotel war im Stadtteil Insadong, der ganz in der Nähe eine Street-Food Straße hatte, wo wir uns dann auch gleich auf die Suche nach etwas zu Essen machten. 

 

Dass es nicht einfach wird für meinen Freund etwas zu Essen zu finden, war mir von Anfang an klar, denn er isst generell nur was er schon kennt und auf keinen Fall scharf. Zu unserem Pech landeten wir dann in einem Imbiss, wo auch niemand Englisch sprach. Ich suchte einfach irgendwas auf der Karte aus von dem ich dachte es könnte ihm schmecken. Zu meiner Überraschung war es Koreanisches BBQ, was ich sowieso probieren wollte. 

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