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Verliebt in Asien

Dieser Planet hat so viele tolle Ecken und ausgerechnet die am weitesten entfernte hat sich ihren Weg in mein Herz gebahnt wie keine andere. Ich bin kein Cosplayer, keine Mangaleserin, ich höre K-Pop nur in normal erträglichem Umfang für meine Mitmenschen und ich esse immer noch nicht jeden Tag Reis. Man sieht es mir also nicht an, wie fasziniert ich tatsächlich von Asien und der asiatischen Kultur bin. Jetzt bin ich allerdings auf eine Blogparade gestoßen, die sich mit der Faszination Asien auseinandersetzt und mir juckten sofort die Fingerspitzen, um über die zwei Länder zu schreiben, die mich absolut verzaubert haben. 

Sommerpalast, Beijing
Sommerpalast, Beijing

Es fing alles an mit Jim Knopf, oder besser, mit Prinzessin Li Si, die in der Verbotenen Stadt von einem Drachen gefangen gehalten wurde. So oder so ähnlich war die Geschichte und ich kann mich nicht daran erinnern eine vergleichbare asiatische Heldin gehabt zu haben, außer vielleicht noch Shanti aus dem Dschungelbuch, wobei mich Indien nie so sehr faszinierte wie China. Als ich ein Teenager war entdeckte ich K-Pop und koreanische Dramaserien für mich und auch wenn ich mit den heutigen Fangirls absolut nicht zu vergleichen bin, kann ich einige Lieder immer noch mitsingen (vermutlich falsch, aber wen stört das schon?). Trotzdem war das erste asiatische Land, das ich besucht habe China, aus dem einfachen Grund, dass ich dort Adopt-Studenten kannte. 

Wenn ich mich für eine Stadt entscheiden müsste...

... wäre es auf jeden Fall nicht Shanghai. Das liegt nicht daran, dass Shanghai keine schöne Stadt wäre, sondern daran, dass sie mir einfach einen Tick zu westlich ist. Man sieht dieser Stadt an, dass dort die Niederländer waren und zu allem Pech hatte ich in dieser Stadt auch noch die meisten schlechten Erfahrungen und das in nur drei Tagen. 

 

 

Beijing hat mich zwar an den Rand der Verzweiflung getrieben, aber ebenso auch am meisten belohnt. Diese Stadt hat so viele schöne Ecken, hat Parks in denen man vergisst wie viele Menschen hier leben und das Essen schmeckt himmlisch. Natürlich gefiel mir dort die Verbotene Stadt, auch wenn ich Prinzessin Li Si nicht finden konnte und der Sommerpalast hat mich einfach nur umgehauen.

 

Seoul in Südkorea hat mich auf viele verschiedene Arten begeistert. Diese Stadt ist so riesig und bietet so viele Möglichkeiten etwas zu erleben. Ich kann einen Wanderausflug im Bukhansan Park oder Fress-Trip in Myeong Dong sehr empfehlen. Selbst wenn ich nochmal nach Südkorea fliege, um den Rest des Landes zu erkunden (was definitiv passieren wird), ich würde immer für 2-3 Tage nach Seoul kommen, weil mich diese Stadt und die Menschen in ihren Bann gezogen haben. So viel Freundlichkeit habe ich in Europa noch nie erlebt.

Liebe geht bekanntlich durch den Magen!

Gimbap und Tteokbokki
Gimbap und Tteokbokki

Und da ist auch Asien keine Ausnahme! Das erste erwähnenswerte, was ich in Asien gegessen habe war Hot Pot. Was würde ich für einen vernünftigen Hot Pot in Hamburg nicht alles geben! Wer die Chance hat das zu essen, sollte es definitiv tun.

 

Eine typisch chinesische Mahlzeit ohne die ich fast nicht leben möchte sind Baozi. Gefüllte, dampfgegarte Teigtaschen. Peking Ente habe ich in der Hauptstadt natürlich auch gegessen und das würde ich auch immer wieder tun.

 

Schafsmagen war eine Delikatesse, die ich persönlich niemals selbst bestellt hätte, aber da ich nicht wusste was ich da esse musste ich feststellen, dass auch Innereien ihren Reiz haben.

 

Koreanisches Essen ist meistens eins: scharf! Wer nicht scharf essen kann ist ein Baby. Jedenfalls hat man mir das mal so gesagt. Ich habe mich schon vor meiner Seoulreise mit der koreanischen cuisine befasst und kann mit Stolz behaupten, dass meine Gimbap zusammenhalten und ich beim Tteokbokki kochen aussehe wie eine koreanische Mama. Das wurde mir von Koreanerinnen so gesagt, also muss es wenigstens ein bisschen wahr sein.  

"Don't step on the middle path, it's for the spirits."

Asiatische Kultur ist verwirrend und faszinierend in einem. Es ist erstaunlich wie technisch fortgeschritten ein Land wie Südkorea ist und man trotzdem bestimmte Wege nicht betreten darf, weil diese für die Geister der Toten sind. In China ist es genau das gleiche und ich bin mir sicher, dass Japan und die meisten anderen Länder da nicht anders sind. Buddhismus, Hinduismus, Konfizianismus und was es nicht sonst noch alles gibt finde ich furchtbar spannend. 

 

Ich weiß noch, dass ich in China in einem Tempel mit einer riesigen Buddha Statue war und mich dieser Anblick mehr umgehauen hat als jede vergoldete katholische Kirche. Asiatische Tempel strahlen eine ungeheure innere Ruhe aus und und sind meiner Meinung nach ein perfekter Ort um die Seele baumeln zu lassen und über alles nachzudenken, wozu man sonst nicht so die Ruhe hat. 

Ein Tempel in Seoul
Ein Tempel in Seoul

Und welche Länder faszinieren mich noch?

Es gibt kein Land in das ich nicht reisen möchte, nicht mal Nordkorea schreckt mich ab! Trotzdem würde ich vorher die eher ungefährlichen Länder besuchen und da ist als nächstes vermutlich Vietnam an der Reihe, da mein Bruder dort unbedingt mal hin möchte. In Südkorea möchte ich gerne noch mehr als Seoul sehen, also auf jeden Fall Busan und die Insel Jeju. In China möchte ich unbedingt mal nach Hongkong und in die Wüste Gobi. Generell ist China ein landschaftlich sehr interessantes Land, weil es durch seine Größe einfach unglaublich viel bietet. 

 

Auf meiner Bucket List für Asien stehen aber auch noch andere Länder, wie Indien, Thailand oder Japan. Zu Asien gehört aber noch so viel mehr, vor allem der vordere Teil, wo mich der Iran und Israel wirklich sehr interessieren. 

 

Jetzt seid ihr dran! Verratet mir doch mal was euch an Asien gefällt, was euch dort reizen oder abschrecken würde. Oder nehmt gleich an der Blogparade teil. Ich freue mich auf eure Meinungen!

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Kommentare: 1
  • #1

    Michelle (Sonntag, 03 März 2019 00:22)

    Danke für diesen sehr schönen Beitrag! Ich singe die koreanischen Lieder auch alle (falsch) mit :D da musste ich echt schmunzeln.
    Und die Faszination kann ich nachvollziehen, Kirchen sind schön, aber Tempel sind faszinierend.
    In Jakarta hab ich das wohl schärfste Essen meines Lebens gegessen, also bin ich kein Baby :D


    Danke für deinen Beitrag ♥️
    Michelle