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Mit 50 Euro um die Welt

*unbezahlte Werbung 

Der Titel dieses Buches klingt in etwa so wie wenn mein Opa mir erzählt, dass es früher Süßigkeiten für fünf Pfennig gab - schwer zu glauben. Aber fünfzig Euro hatte ich zufällig, als ich dieses Buch im Regal stehen sah und da ich schon immer den Traum hatte einmal um die Welt zu reisen, kann es sich ja nur lohnen mal zu schauen wie das mit kleinem Budget zu schaffen ist. Dieses Buch ist ein Reisebericht über ein unglaubliches Abenteuer, das mit fünfzig Euro angefangen hat, aber weit mehr wert ist.

Christopher Schacht hat mit 19 Jahren kurz nach dem Abi noch keinen Kopf für sein Studium und will sich erstmal eine Auszeit gönnen. Im Gegensatz zu vielen anderen jungen Erwachsenen entschließt er sich aber nicht für ein klischeehaftes work and travel in Australien sondern packt seinen Rucksack, nimmt fünfzig Euro in die Hand und läuft erstmal los. Dass seine Reise über 100.000 Kilometer ganze 1512 Tag dauert, wusste er damals noch nicht. Er war nicht mal sicher, ob sein Plan wirklich funktionieren würde, aber er hätte wohl kein Buch geschrieben, wenn diese Zeit ihn nicht geprägt und verändert hätte.

 

"Wenn man viel Zeit, gute Kontakte oder sehr niedrige Ansprüche in Hinblick auf Komfort hat, eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten."

 

Es fiel mir leicht dieses Buch zu lesen, denn es ist als würde man sich nach einer langen Zeit mit einem Freund auf einen Kaffee treffen und dann von diesem hören, was er alles in den letzten 4 Jahren erlebt hat. Christopher schaffte es nicht nur in fremden Ländern mit seiner offenen und vorurteilsfreien Art zu überzeugen, er fesselt damit auch an seine Geschichte. Es fällt schwer das Buch aus der Hand zu legen, denn wie es bei langen Reisen so ist, gibt es immer das ein oder andere Problem zu lösen und ich habe oft genug richtig mitgefiebert, dass alles gut geht, auch wenn ich eigentlich hätte wissen müssen, dass es dieses Buch sonst wohl nicht zu lesen gäbe. 

 

Neben spannenden Bekanntschaften, waghalsigen Ereignissen und absolut fantastischen Bildern gibt dieses Buch aber noch eine wichtige andere Sache mit. Ich habe mich beim lesen des Buches immer wieder gefragt was der Mensch eigentlich braucht, um glücklich und in Frieden leben zu können. Die Antwort wird euch nicht überraschen: Es ist nicht viel! 
Während ich dieses Buch gelesen habe, habe ich auch immer wieder über das Leben in Deutschland nachgedacht und was wir hier alles machen, das mich nicht unbedingt glücklicher macht, nur weil wir es schon seit Generationen so tun. Das Buch gibt einen wahren Denkanstoß etwas im eigenen Leben zu ändern und auch mal andere Wege auszuprobieren. 

 

Wer selber eine Weltreise mit kleinem Budget plant, sollte dieses Buch unbedingt vorher lesen. Es ist nicht nur eine unglaublich gute Inspiration, sondern liefert auch hilfreiche Tipps und Tricks bei der Planung.

 

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