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Edinburgh bei schottischem Wetter

Wer nach Schottland reist wird um eine Stadt kaum herumkommen. Edinburgh ist der Mittelpunkt dieses Landes und das sieht man dieser Stadt auch an. So bietet Edinburgh für jeden Touristen etwas, seien es Schösser und Burgen, lange Wanderwege oder kostenlose Museen. Mein allererster Tag in Edinburgh begann, wie auch sonst, im Regen. Davon habe ich mich natürlich nicht unterkriegen lassen, denn mit schlechtem Wetter hatte ich ohnehin gerechnet. Wenn der Regen allerdings so stark ist, dass man den Tag lieber drinnen verbringen möchte, kann ich das National History Museum und das Museum über Edinburgh sehr empfehlen. Diese sind beide kostenlos und unweit voneinander entfernt, so dass man einen ganzen Tag sinnvoll füllen kann, ohne dass dieser ins Wasser fällt. 

Royal Mile (Picture by Emran Yousof)
Royal Mile (Picture by Emran Yousof)

Für ein wenig Geld kann ich euch den Hollyrood Palace sehr ans Herz legen. Vom Edinburgh Castle läuft man einfach die Royal Mile hinunter, eine super Straße um Souvenirs zu kaufen und etwas zu essen, bis man zum Parlam ent kommt. Von dort aus kann man den Palast schon sehen. Für den Eintritt von 15 £ bekommt man einen Audioguide dazu, der einen dann durch den Palast führt. Dabei wird dir nicht nur alles mögliche über die Palastgeschichte erzählt, es gibt auch Kommentare vom Personal oder den Royals und interaktive Rätsel oder Aufgaben, welche die Führung abrunden. Das Personal dort steht natürlich auch für sämtliche Fragen zur Verfügung und ist super freundlich. Bei diesem Palast wird sich wirklich viel Mühe gegeben und das rechtfertigt auch den Preis. 

 

Im Gegenteil dazu finde ich das Edinburgh Castle schon ziemlich teuer. Dieses wirkt mehr wie ein großes Soldatendenkmal und beherbergt außer den schottischen Kronjuwelen und dem Stein von Scone (dem Krönungsstein), bloß eine Menge von Soldatenorden. Wer Historisch sehr interessiert ist kann hier gut ein paar Stunden verbringen, allerdings für den stolzen Preis von 18 £. 

 

A part of Edinburgh Castle
A part of Edinburgh Castle

Edinburgh für Potterheads

Für mich hat Edinburgh aber noch eine ganz andere besondere Bedeutung, denn hier ist etwas entstanden, das meine gesamte Kindheit und Jugend beeinflusst hat. Als J.K. Rowling angefangen hat Harry Potter zu schreiben, lebte sie in dieser Stadt und so gibt es hier einige Spots die Potter Fans auf jeden Fall besuchen können. Hier gibt es zum Beispiel das Elephant House, welches sich mit „Birthplace of Harry Potter“ beschreibt. Hier soll Rowling angeblich die ersten Bücher geschrieben haben.

 

Nicht weit entfernt befindet sich der Greyfriars Kirkyard. Dieser Friedhof ist für zwei Dinge bekannt. Die erste ist der Grabstein von Thomas Riddell, wer Harry Potter gelesen hat weiß schon, warum hier so viele Fans hinpilgern. Außerdem hat hier ein Terrier 14 Jahre lang das Grab seines Besitzers bewacht. Eine Statue des Hundes steht vor dem Eingang und es soll Glück bringen seine Nase zu streicheln.

Zum Shoppen gibt es einen Magic Boy Shop auf der Royal Mile, der ist aber verhältnismäßig klein. Ich kann eher den in der Victoria Street empheheln, auch weil die Straße sehr bunt ist. Es soll einen noch größeren Laden geben, aber dort war ich nicht. 

Victoria Street
Victoria Street

Ein bisschen Natur

Wer nicht so hoch hinaus will, sollte ich einen Blick von Calton Hill über die Stadt nicht entgehen lassen. Dieser ist recht zentral und man braucht höchstens 20 Minuten bis man oben ist. Einen noch besseren Blick über die Stadt hat man angeblich nur von Arthur’s Seat. Man wandert etwa 45 Minuten bis zur Spitze des inaktiven Vulkans und kann dort bei gutem Wetter die Aussicht genießen. Leider hatte ich in Edinburgh viel Regen und Hochnebel, wodurch sich der Weg bis ganz nach oben nicht gelohnt hätte. Ich möchte aber unbedingt nochmal im Sommer hier wandern gehen. 

Alles in allem bietet Edinburgh einfach so viel an, dass es fast nicht möglich ist unzufrieden aus dieser Stadt zu gehen. Selbst bei miesem Wetter versprüht die Stadt einen gewissen Charme und ich kann jedem nur ans Herz legen dieser Stadt einen Besuch abzustatten. 

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