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Auf den Spuren des Rattenfängers

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Wie Bremen für die Stadtmusikanten bekannt ist, gibt es auch noch andere Städte in Deutschland, die entlang der Märchenstraße für ihre Gesichten bekannt sind. Hameln ist die Stadt mit dem schaurigsten aller Märchen, ohne Happy End, aber dafür mit vielen Versuchen den Ursprung der Geschichte zu erklären. Rund um das Weser Bergland ist die Geschichte des Pfeiffers, der die Kinder der Stadt entführte bekannt. Kein Wunder, dass die Stadt so viel bietet, um in das Märchen einzutauchen. 

Nach der Rattenfängersage wurde Hameln vor über 730 Jahren von einer fürchterlichen Rattenplage heimgesucht. Der Rattenfänger kam in die Stadt, zückte seine Flöte und verführte das pelzige Ungeziefer mit einer Melodie, dass sie alle in die Weser sprangen und ertranken. Von der Plage befreit weigerten sich die Bürder der Stadt dem Rattenfänger seinen Lohn zu bezahlen, jagten ihn aus der Stadt und zogen somit seinen Zorn auf sich. 
Am 26. Juni 1284 kehrte der Rattenfänger in die Stadt zurück und war auf Rache aus. Wieder spielte er eine Melodie, doch dieses Mal waren es nicht die Ratten, die ihm folgten, sondern die Kinder. Verführt von dem Flötenspiel folgten sie ihm durch den Wald hinter einen Berg und waren nie wieder gesehen. 
Nur zwei Kinder kamen zurück, von denen aber eines blind und das andere stumm war, sodass die verlorenen Kinder nicht wiedergefunden werden konnten. 
Die vollständige Sage könnt ihr übrigens hier lesen.

Mehr als ein Schauermärchen

Was wirklich an der Sage dran ist, kann bis heute niemand genau erklären. Anders als bei den Stadtmusikanten oder der Geschichte vom Hasen und dem Igel hat das schaurige Ereignis des Kinderauszugs tatsächlich stattgefunden. 

 

Warum die Kinder der Stadt verschwunden sind versucht das Rattenfängermuseum zu erklären. Hier werden verscheidene Aspekte beleuchtete, die zum Verschwinden geführt haben könnten. Erklärungsansätze sind zum Beispiel die Flucht vor Krankheit, ein Kinderkreuzzug oder ein Massenmord. Die wahrscheinlichste Erklärung für das verschwinden von 130 Kindern hat aber vermutlich weniger mit einer Mächchengestalt zu tun.

 

Aber nicht nur wegen des Rattenfängers lohnt sich ein Besuch des Museums. Zusätzlich zu dem Märchen gibt es hier viel über die 60.000 Einwohner Stadt zu erfahren. 

Dem Rattenfänger begegnen

Kaum erreicht man die Innenstadt von Hameln erscheinen auf dem Boden kleine Bronzeplatten mit dem Abbild einer Ratte. Diese markieren einen Rundgang auf welchem alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt entdeckt werden können. 

 

Dem Rattnfänger in Hameln nicht zu begegnen ist nahezu unmöglich. Ihm könnt ihr nicht nur als Statue, Wandmalerei oder während einer schauspielerischen Stadtführung begegnen. 

 

Sehr zu empfehlen ist das kostenlose Freilichspiel, welches für gewöhnlich jeden Sommer Sonntag um 12:00 auf dem Marktplatz stattfindet. Dieses wird schon seit 64 Jahren von den Bürgern der Stadt insziniert. 

Anschlißend, kann der wissbegierige Tourist dem Rattenfänger folgen und ihn auf eine Stadtführung begleiten. Die Führung dauert ca. 60 Minuten. Erwachsene zahlen 12 €, Kinder 6 €.

Was hat Hameln sonst zu bieten?

Hamelns Innenstadt ist wunderschön. Hier reihen sich kleine Geschäfte und Cafés aneinander, die dazu einladen sich mit einem Getränk in die Sonne zu setzen und einen Blick auf die alten Häuser zu werfen. Einige der alten Bauten sind wirklich wundervoll verzierte Fachwerkhäuser. 

 

Wasserratten aufgepasst! Da Hameln an der Weser liegt gibt es natürlich auch die Möglichkeit ans Wasser zu gehen. Die Weser ist durchgängig als Kanufluss ausgebaut, wer also gerne auf dem Wasser unterwegs ist sollte die Chance ergreifen. 

Aber auch andere Sportarten kommen hier nicht zu kurz. 
Inmitten des Weserberglandes ist Hameln ebenfalls Ausgangspunkt für viele Spaziergänge, Wander- oder Radtouren. 

 

Hameln eignet sich wirklich wunderbar für einen Tagesausflug in den etwas wärmeren Monaten. 


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