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Unter Exeter

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Weymouth ist schön, besonders die Strände, das steht außer Frage. Ich bin nun aber kein Strandurlauber, sondern eher jemand der etwas erleben und viel sehen will. Wir verabschiedeten uns also von diesem Ort und setzten unsere Reise fort.

Von Exeter wusste ich bis dahin nur, dass die Kathedrale ganz schön sein soll. Trotzdem wollte ich diese Stadt unbedingt sehen weil sie so ein zentraler Punkt in Südengland ist, den man kaum übersehen kann. Mit Hilfe von Google waren auch schnell noch ein paar andere Sehenswürdigkeiten gefunden, wir parkten das Auto und warteten ab, bis sich der Regen in ein Nieseln abgeschwächt hatte, bevor wir losgingen. Zuerst gingen wir zu den Underground Passages, ein unterirdisches Netzwerk von Tunneln, die ich unbedingt sehen wollte. Wir trugen uns für eine Tour am Nachmittag ein und hatten noch etwas Zeit, um uns die Stadt anzusehen.

Kathedrale Exeter
Kathedrale Exeter

Die Kathedrale ist auch von außen ganz schön

Die Kathedrale war fußläufig zu erreichen und sah von außen tatsächlich recht imposant aus. Den Eintritt von £ 7,50 p.P. wollte ich allerdings nicht blechen. Ich weiß nicht wie es in England mit einer Kirchensteuer aussieht, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sie genug Geld hat. Wenn wir mal ganz ehrlich sind sehen die meisten Kirchen von innen eh alle gleich aus und so sehr hat sie uns dann auch einfach nicht interessiert.

In einer der kleinen Seitenstraßen die von der Shoppingstraße Richtung Kathedrale führen stieg mir dann die Geruch von frischen Pasties entgegen und die haben wir uns dann stattdessen gegönnt. Ich kann sie jedem nur empfehlen!

Ab in die Tunnel

Später ging es dann endlich in die Unterwelt von Exeter. Die Tunnel wurden damals

gegraben, um die Kathedrale und ein paar reiche Bürger mit sauberem Trinkwasser zu versorgen, welches durch Bleirohre gefördert wurde. Das Blei hat mich zunächst stutzig gemacht, aber zu der Zeit als das Wasser durch diese gepumpt wurde war der Tod durch eine Bleivergiftung eher unwahrscheinlich. Cholera und andere Krankheiten die über verschmutzen Wasser übertragen wurden waren da viel wahrscheinlicher. Gewartet wurden die Rohre damals von Kindern, die mit nur einer Kerze und in ranzigem Fett getunkte Handschuhe gearbeitet haben. Bezahlt wurden sie mit Bier, da dieses sicherer zu trinken war.

Wir setzten uns also Helme auf und stiegen hinab in den Untergrund was bereits bei 1,80m Körpergröße eine Herausforderung war. Wir krochen durch die Gänge unter Exeter entlang bis wir uns an einem Ort fanden, wo wir plötzlich aufrecht stehen konnten. Es handelte sich um das alte Stadttor. Auf dem Rückweg konnten wir uns überlegen, ob wir einen der ganz alten Tunnel auf allen vieren entlangkriechen wollen, was ich mir nicht entgehen lassen habe.

Für dieses Erlebnis kann ich eine ganz klare Empfehlung aussprechen, für alle ohne Knie oder Rückenprobleme!

Was hätte Exeter sonst noch zu bieten?

Tür in Exeter
Wo es hier wohl hin geht?

Exeter eignet sich hervorraged zum shoppen. In der Innenstadt säumen sich die Läden entlang der Straße und ich bin mir sicher, dass man hier das ein oder andere Schnäppchen erstehen kann.

 

Wer gemütlich einen Kaffee oder Abends ein Bier trinken möchte, sollte sich den Exeter Quay nicht entgehen lassen. Die historische Hafenanlage wurde mit Cafes, Restaurants und kleinen Läden gefüllt. Auch Gallerien und Kunsthandwerk Geschäfte sind hier zu finden.

 

Ich bin mir sicher, dass es noch so viel mehr in Exeter zu sehen und erleben gibt, aber für uns ging es nach einem halben Tag weiter nach Torquay.

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