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Auf nach Weymouth

*enthält unbezahlte Werbung

Weymouth wird einem für jede Südengland Reise angepriesen. Das kann ich absolut nachvollziehen, weil die Stadt tatsächlich sehr schön ist. Vor allem der Strand wirkte auf mich sehr attraktiv, leider auch auf mehrere tausend andere Menschen, was dazu führte, dass vor allem der Sandstrand extrem voll war. Aber fangen wir doch am Anfang an.
Weymouth Strand
Weymouth Strand

Von Dover kann man in etwa drei Stunden nach Weymouth fahren, oder man stellt sich in mehreren Staus an und fährt etwas mehr als fünf Stunden. Ich kann nur empfehlen über Land zu fahren und den äußeren Ring von London zu meiden. Zwar dauert es über Land etwas länger, da kann man aber schöne Landschaft angucken. Autobahnen sind da doch eher unspektakulär. 

Als wir endlich in Weymouth ankamen waren wir nervlich ein bisschen am Ende, aber unser Apartment für eine Nacht hat das sofort wieder gut gemacht. Wir haben in einem kleinen Zimmer bei Einheimischen geschlafen, die sich wirklich sehr viel Mühe geben ihren Gästen einen schönen Aufenthalt zu ermöglichen. Wer selbst mal nach Weymouth fährt und einen Platz zum schlafen braucht, ich kann diesen sehr empfehlen. 

 

Weymouth Esplanade
Esplanade

Weymouth ist wie ich bereits erwähnt hatte hauptsächlich für seinen Strand bekannt und ist der wahrscheinlich erste Ferienort Englands. Die gesamte Küstenlinie wird als Jurassic Coast betitelt, weil sich hier wohl viele Fossile finden lassen. Auch Dinosaurierknochen hat man hier mal gefunden. Die Küste ist wirklich schön und ist ein toller Ort für alle Naturliebhaber. Besonders Landschaftsfotografen werden hier tolle Kulissen finden. Zudem gibt es in Weymouth ein Sea Life, einen Sandskulpturenpark und ein Fort, das besichtigt werden kann. 

 

In Weymouth haben wir uns erstmal etwas zu essen gesucht, nichts Spektakuläres. Dann sind wir die Esplanade runter gegangen und haben uns einen freien Platz am Strand ergattert. Auch wenn es warm genug gewesen wäre, war ich nicht im Meer schwimmen. Ich hätte es mal machen sollen, die restlichen Tage war das Wetter leider nicht mehr so gut, dass ich hätte schwimmen gehen wollen. Wir haben also die Sonne auf unser Haupt scheinen lassen und geguckt was die anderen Leute so machen. 

 

Weymouth Strand

Ein weiterer schöner Ort um einfach mal zu gucken ist auch der Hafen von Weymouth. In Südengland sind die meisten Häfen wirklich klein, weil auch die Touri Orte früher mal kleine Fischerdörfer waren. Dafür sind diese Häfen unglaublich schön. Ein "Nationalsport" für die Kids hier scheint das Krabbenfischen zu sein. Das hatte ich schon vor Jahren in St. Ives beobachtet. An manchen Orten ist das Wasser so klar, dass die Kinder genau sehen können was die Krabben machen und man fiebert mit ihnen richtig mit, dass endlich mal eine anbeißt. Die Krabben landen dann in einem kleinen durchsichtigen Plastikeimer und wenn sie nicht gegessen werden nach einiger Zeit wieder im Meer. Wobei mir die letzte Variante deutlich besser gefällt. 

 

Bevor wir uns wieder zurück zu unserem Apartment machten gab es für Till zum ersten Mal ein Cornish Pasty. Leider kein gutes Beispiel für eine Speise, die repräsentativ für diese Gegend steht. Dabei handelt es sich um die weiterentwickelte Form von in Brot eingebackenem Eintopf. Klingt erstmal unspektakulär, ist aber das perfekte Mittagessen für unterwegs und gibt es in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen.

 

Weymouth Hafen
Hafen

Am Abend entschied ich mich dazu die eher ruhige Wohngegend für einen Lauf zu nutzen. Bei herrschendem Linksverkehr über Straßen zu Joggen macht nämlich nur bedingt Spaß. Mit Autos hatte ich kaum Probleme, ich wusste nur nicht, dass die Strecke, welche ich mir ausgesucht hatte eine so heftige Steigung hatte. Man denkt ja immer England hat keine Berge, aber die Hügel haben es echt in sich!

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